
Freischwimmer 26, Wolfgang Tillmans, 2003
Das erste Mal hab ich Fotografien von Wolfgang Tillmans an den Wänden der Panoramabar zu Gesicht bekommen. Damals wusste ich jedoch nicht, von welchem Künstler die Bilder sind, geschweige denn, ob es sich dabei um Grafiken oder Gemälde handelte. Ich war jedoch sehr fasziniert von der überwaltigenden Größe und des fast hypnotischen Effekts dieser Werke. Mal ganz davon abgesehen, dass ich solche Bilder unbedingt an der leeren Wand in meinem Wohnzimmer haben wollte.
Als ich später herausfand, dass es sich bei den Bildern eigentlich um Fotografien handelt, war ich sehr überrascht. Auf Tillmans aktueller Ausstellung Lighter im Hamburger Bahnhof habe ich mir die riesigen Fotos einmal genauer angesehen. Mehr nach dem Klick.

Freischwimmer, Wolfgang Tillmans
Der deutsche Fotograf ist hauptsächlich bekannt für seine Portraits und Momentaufnahmen der Popkultur. 2000 begann er jedoch auch mit Techniken und Prozessen der Fotografie zu experimentieren. Fotos waren nicht länger nur Abbildungen. Sie wurden zu Texturen, Formen und abstrakten Objekten. Dabei enstanden unter anderem auch die Werke der Serie Freischwimmer.
Auf der Ausstellung im Hamburger Bahnhof stand ich nun erneut vor den großen Werken, fasziniert von den pinken Partikelschwärmen. Für mich sind diese Bilder mehr als nur abstrakte Strukturen und leuchtende Farben. Sie strahlen zugleich Klarheit, Bewegung und Komplexität aus. Sie besitzen dabei eine Aura, die sich kaum in Worte fassen lässt. Aber wenn ihr selbst vor den Fotografien steht, werdet ihr verstehen, was ich meine.
Lighter
Wolfgang Tillmans
21. März – 24. August, 2008
Hamburger Bahnhof
Invalidenstraße 50- 51
10557 Berlin
Wolfgang Tillmans Freischwimmer 26, 2003
© Wolfgang Tillmans, Courtesy Galerie Daniel Buchholz, Köln
Schlagworte: freischwimmer, hamburger bahnhof, lighter, photography, Wolfgang Tillmans